klanglabyrinth mit kontrollkino









                 




mit schwarz abgedunkelter brille betritt das publikum
einen raum, der in seiner gesamtheit mit lichtschläuchen
durchspannt ist und ansonsten wirkt als sei er in tiefes,
grenzenloses schwarz getaucht. die lichter lassen ein
3-dimensionales bild entstehen, einen labyrinthischen
parcours in den man hineingeht, vorbei an 5 klang-
stationen mit spacigen, elektronischen klängen,
die den artifiziellen effekt noch verstärken.
beim austritt aus dem labyrinth und gleichzeitigen
eintritt in den nächsten raum, entpuppt sich die
installation als kamera-überwachtes kontrollkino.
der gang durch das lybyrinth wurde von einer
überwachungskamera abgefilmt. die videoprojektion
im zweiten raum, dem sogenannten kontrollkino, zeigt
menschen die sich etwas unbeholfen durch ein billig
wirkendes ambiente aus kaufhauslichterketten tasten.








illusion und desillusion, amusement und kontrolle
sind das geheime thema dieser installation.
die besucher bewegten sich im ersten raum als
animierte akteure, die anscheinend viel spass hatten.
im kontrollraum dagegen verhielten sie sich eher als
regungslose voyeure, die eine ganz neue realität des
gleichen raumes entdeckten. eine instabile realität,
wobei die virtuelle oder filmische wirklichkeit "wahrer"
erscheint, da sie scheinbar objektiv die nackten tatsachen
zeigt, das sinnlich, körperliche erlebnis aber auf einem
bluff beruht. vertrauen wir den filmbildern mehr als
unserer subjektiven wahrnehmung?





          




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